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Keine Überraschungen im vorläufigen WM-Kader

Bundestrainer Jogi Löw hat am Donnerstag seinen vorläufigen 27 Spieler umfassenden WM-Kader vorgestellt. Doch entgegen vieler Experten-meinungen gab es diesmal keine Überraschung.

flickr DFB @ 5mal5

Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart hat Bundestrainer Jogi Löw am Donnerstag seinen vorläufigen Kader für die kommende WM in Südafrika präsentiert. Dabei vertraut er vorerst auf 27 Spieler. Davon stellt der FC Bayern München mit sieben Spielern den größten Block. Bis zum 1. Juni muss das DFB-Trainerteam weitere vier Akteure aus dem Kader streichen.

Diese haben nun im Trainingslager und den beiden Testspielen gegen Malta (13. Mai) und Ungarn (29. Mai) Zeit sich in den endgültigen Kader zu spielen.

Fünf Perspektivspieler nur gegen Malta

Zusätzlich zum WM-Kader nominierte Löw gleichzeitig die fünf Perspektivspieler Mats Hummels, Marco Reus, Kevin Großkreutz, Stefan Reinartz sowie Tobias Sippel für das Länderspiel am 13. Mai gegen Malta. Grund ist das Fehlen der Bremer und Münchner Spieler, die sich am 15. Mai im Berliner Olympiastadion im DFB-Pokalfinale gegenüberstehen werden.

Vorläufiges DFB-Aufgebot

Tor: Manuel Neuer, Tim Wiese, Hans-Jörg Butt

Abwehr: Per Mertesacker, Philipp Lahm, Serdar Tasci, Arne Friedrich, Holger Badstuber, Dennis Aogo, Marcell Jansen, Heiko Westermann

Mittelfeld: Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Marko Marin, Mesut Özil, Piotr Trochowski, Christian Träsch, Toni Kroos

Sturm: Miroslav Klose, Stefan Kießling, Cacau, Mario Gomez, Lukas Podolski, Thomas Müller

Rene Adler sagt Löw für WM ab

Die deutsche Nummer eins Rene Adler muss aufgrund einer Rippenverletzung auf die Teilnahme an der WM in Südafrika verzichten. Die Beschwerden zwangen Adler zu dieser für ihn schwierigsten Entscheidung seines Lebens.

flickr adler @ adifansnet

Kurz vor Bekanntgabe des vorläufigen WM-Kaders am Donnerstag erreichte Bundestrainer Jogi Löw und ganz Fußball-Deutschland die bittere Nachricht, dass Rene Adler infolge seiner Rippenfraktur der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Südafrika nicht zur Verfügung steht. Der gebürtige Leipziger begründete diese Entscheidung mit den Schmerzen im Rippenbereich, die auf Dauer erheblichen Einfluss auf seine Leistung sowohl im Training als auch im Spiel gehabt hätten.

Noch letzte Woche erhielt Adler von seinen Ärzten grünes Licht für die Partie gegen die Hertha. Nach dem Spiel musste er jedoch einsehen, „dass es keinen Sinn macht“, ließ der 25-Jährige auf der Homepage von Bayer 04 Leverkusen verlauten. Nach Simon Rolfes ist Adler bereits der zweite Bayer-Profi, der wegen einer Verletzung die WM verpasst.

Weidenfeller, Butt oder Lehmann als Nr. 3?

Für Adler streiten sich nun der Schalker Neuer und der Bremer Wiese um den Torhüterposten. Dort sollten die Chancen derzeit ausgeglichen sein. Interessant ist auch die Frage nach dem dritten Torhüter. Mögliche Kandidaten wären Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Jörg Butt (FC Bayern) oder gar Jens Lehmann (VfB Stuttgart). Beste Chancen dürfte dabei Weidenfeller aufgrund seiner Perspektive besitzen.

Rolfes muss WM-Teilnahme absagen

Simon Rolfes von Bayer 04 Leverkusen muss wie erwartet seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft in Südafrika verletzungsbedingt absagen. Der defensive Mittelfeldspieler befindet sich nach einem Knorpelschaden noch immer im Aufbautraining.

Rolfes flickr @ tpower1978Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss bei der WM in Südafrika ohne Mittelfeldspieler Simon Rolfes von Bayer 04 Leverkusen auskommen. Der 28-Jährige Rolfes, der seit Januar an einem Knorpelschaden leidet, wird wie erwartet nicht rechtzeitig fit.

Zwar verlaufe der Heilungsprozess optimal, doch ist an erste Lauftrainingseinheiten erst Mitte Mai zu denken. Ziel des Leverkuseners ist es, zu Beginn der neuen Saison wieder anzugreifen. Rolfes galt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten auf die 6er Position im deutschen Mittelfeld neben Michael Ballack.

Jedoch braucht sich Löw auf der 6er Position keine großen Gedanken zu machen. Mit Schweinsteiger und Khedira verfügt Bundestrainer Jogi Löw über zwei Spieler von Spitzenformat. Insbesondere Schweinsteiger überzeugte beim FC Bayern in dieser Saison auf dieser Position an der Seite von Mark van Bommel.

Rolfes bestritt sein vorerst letztes Länderspiel beim 1:0 Auswärtssieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Russland im Oktober des vergangenen Jahres.

Kuranyi endgültig nicht zur WM

Nun ist es amtlich. Kevin Kuranyi wird definitiv nicht zum Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in diesem Sommer gehören. Dies ließ jetzt Bundestrainer Jogi Löw durch eine Presseerklärung verlauten.

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, nun folgte die offizielle Bestätigung. Nach wochenlangem Hin und Her teilte Bundestrainer Jogo Löw Kuranyi telefonisch mit, ihn für die WM im Sommer nicht zu berücksichtigen. Doch begründete Löw diese Entscheidung nicht, wie von vielen angenommen, mit der Disziplinlosigkeit, die Kuranyi im Oktober 2008 den Platz in der Nationalmannschaft kostete, sondern vielmehr mit taktischen Gründen.

Natürlich enttäuscht über diese Entscheidung ließ Kuranyi jedoch verlauten diese Ausbootung zu respektieren und dem Trainer und der Mannschaft für die WM nur das Beste zu wünschen. In den vergangenen Wochen hatte sich immer mehr Experten für den Schalker stark gemacht, darunter auch Franz Beckenbauer und der „Bomber der Nation“, Gerd Müller.

Kuranyi 18 – Klose & Podolski 5

Doch zwängt sich da auch die Frage auf, warum man als Bundestrainer auf andere Stürmer wie Klose und Podolski setzt, die in den 33 zurückliegenden Spieltagen zusammen erst fünfmal eingenetzt haben und nicht annähernd das gezeigt haben, wozu sie eigentlich im Stande sind. Diesen Vorwurf müsste sich nun Löw im Falle eines frühen Scheiterns zurecht gefallen lassen.