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WM 2010 ohne Benzema, Toni und van Nistelrooy

Bei der Bekanntgabe der vorläufigen WM-Kader gab es zahlreiche Überraschungen. Neben Madrids Benzema müssen sich ebenso Luca Toni und Ruud van Nistelrooy die Weltmeisterschaft in Südafrika vor dem Fernsehgerät anschauen.

flickr toni @ tpower1978

Bis zum 11. Mai hatten die Trainer aller an der WM teilnehmenden Nationen Zeit, sich für einen vorläufigen Kader, max. 30 Spieler umfassend, zu entscheiden. Dabei gab es eine Reihe von Überraschungen, die für viele Fans und Experten teilweise nicht nachzuvollziehen waren.

Frankreich: Domenech verzichtet auf Benzema und Nasri

Ex-Bayernspieler Bixente Lizarazu zeigte sich nach der Bekanntgabe Domenechs, sowohl auf Karim Benzema (Real Madrid) und Samir Nasri (FC Arsenal) als auch auf Routinier Patrick Vieira (Manchester City) zu verzichten, sehr überrascht. „Ich kann das kaum begreifen, ich bin geschockt“, sagte er gegenüber dem Fernsehsender RTL. Domenech begründete die Zusammensetzung des Kaders mit der Tatsache, auch auf die Persönlichkeiten der Spieler geachtet zu haben.

Tonis letzte WM-Chance vorbei

Ebenso gab es bei weiteren Nationen prominente Enttäuschungen zu vermelden. Luca Toni, für seine WM-Chancen extra vom FC Bayern zum AS Rom gewechselt, musste ebenso die bittere Nachricht erfahren, wie beispielsweise auch Ruud van Nistelrooy. Der Hamburger musste anderen Stürmern, wie Arjen Robben, Robin van Persie oder auch Dirk Kuyt den Vortritt lassen.

Auch die WM in Südafrika verpassen wird der zweifache Weltfußballer des Jahres, Ronaldinho. Selecao-Coach Carlos Dunga begründete die Entscheidung mit den Eindrücken der letzten drei Jahre, in denen ihn Ronaldinho wohl nicht zu überzeugen vermochte.

Keine Überraschungen im vorläufigen WM-Kader

Bundestrainer Jogi Löw hat am Donnerstag seinen vorläufigen 27 Spieler umfassenden WM-Kader vorgestellt. Doch entgegen vieler Experten-meinungen gab es diesmal keine Überraschung.

flickr DFB @ 5mal5

Im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart hat Bundestrainer Jogi Löw am Donnerstag seinen vorläufigen Kader für die kommende WM in Südafrika präsentiert. Dabei vertraut er vorerst auf 27 Spieler. Davon stellt der FC Bayern München mit sieben Spielern den größten Block. Bis zum 1. Juni muss das DFB-Trainerteam weitere vier Akteure aus dem Kader streichen.

Diese haben nun im Trainingslager und den beiden Testspielen gegen Malta (13. Mai) und Ungarn (29. Mai) Zeit sich in den endgültigen Kader zu spielen.

Fünf Perspektivspieler nur gegen Malta

Zusätzlich zum WM-Kader nominierte Löw gleichzeitig die fünf Perspektivspieler Mats Hummels, Marco Reus, Kevin Großkreutz, Stefan Reinartz sowie Tobias Sippel für das Länderspiel am 13. Mai gegen Malta. Grund ist das Fehlen der Bremer und Münchner Spieler, die sich am 15. Mai im Berliner Olympiastadion im DFB-Pokalfinale gegenüberstehen werden.

Vorläufiges DFB-Aufgebot

Tor: Manuel Neuer, Tim Wiese, Hans-Jörg Butt

Abwehr: Per Mertesacker, Philipp Lahm, Serdar Tasci, Arne Friedrich, Holger Badstuber, Dennis Aogo, Marcell Jansen, Heiko Westermann

Mittelfeld: Michael Ballack, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Marko Marin, Mesut Özil, Piotr Trochowski, Christian Träsch, Toni Kroos

Sturm: Miroslav Klose, Stefan Kießling, Cacau, Mario Gomez, Lukas Podolski, Thomas Müller

Reus, Badstuber und Großkreutz zur WM?

Mit Marco Reus, Holger Badstuber und Kevin Großkreutz scheinen Medienberichten zufolge gleich drei DFB – Neulinge für das vorläufige Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft berufen zu werden. Diese Meldung sickerte kurz vor Bekanntgabe durch das DFB-Trainerteam bereits durch.

flickr DFB @ adifansnetKurz vor der Berufung für den vorläufigen Kader der deutschen Nationalelf Donnerstag Mittag, wird es zu großen Überraschungen kommen. Im 30-köpfigen Kader stehen der Gladbacher Marco Reus, der Münchner Holger Badstuber sowie der Dortmunder Kevin Großkreutz vor ihrer ersten Berufung in die deutsche A-Nationalmannschaft.

Alle Drei konnten in dieser Saison in ihren jeweiligen Vereinen vollends überzeugen. Badstuber hat in dieser Saison mit dem FC Bayern sogar noch die Möglichkeit auf das Triple, bestehend aus Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und Champions League-Gewinn.

Sieben Spieler müssen gehen

Ob die Drei schlussendlich auf den Zug nach Südafrika aufspringen können, wird sich erst am 1. Juni entscheiden, wenn Bundestrainer Jogi Löw den endgültige Kader bestimmen wird. Dann muss er aus den vorhandenen 30 Spielern die besten 23 wählen. Für die verbleibenen sieben Akteure wäre der Traum von einer WM vobei.

In den Trainingslager auf Sizilien und in Tirol sowie bei den beiden Testspielen gegen Malta (13. Mai) und Ungarn (29. Mai) haben sowohl die Drei als auch der Rest des Kaders die Chance das Trainerteam von ihren Qualitäten zu überzeugen.

Kuranyi endgültig nicht zur WM

Nun ist es amtlich. Kevin Kuranyi wird definitiv nicht zum Kader der deutschen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika in diesem Sommer gehören. Dies ließ jetzt Bundestrainer Jogi Löw durch eine Presseerklärung verlauten.

Die Spatzen pfiffen es bereits von den Dächern, nun folgte die offizielle Bestätigung. Nach wochenlangem Hin und Her teilte Bundestrainer Jogo Löw Kuranyi telefonisch mit, ihn für die WM im Sommer nicht zu berücksichtigen. Doch begründete Löw diese Entscheidung nicht, wie von vielen angenommen, mit der Disziplinlosigkeit, die Kuranyi im Oktober 2008 den Platz in der Nationalmannschaft kostete, sondern vielmehr mit taktischen Gründen.

Natürlich enttäuscht über diese Entscheidung ließ Kuranyi jedoch verlauten diese Ausbootung zu respektieren und dem Trainer und der Mannschaft für die WM nur das Beste zu wünschen. In den vergangenen Wochen hatte sich immer mehr Experten für den Schalker stark gemacht, darunter auch Franz Beckenbauer und der „Bomber der Nation“, Gerd Müller.

Kuranyi 18 – Klose & Podolski 5

Doch zwängt sich da auch die Frage auf, warum man als Bundestrainer auf andere Stürmer wie Klose und Podolski setzt, die in den 33 zurückliegenden Spieltagen zusammen erst fünfmal eingenetzt haben und nicht annähernd das gezeigt haben, wozu sie eigentlich im Stande sind. Diesen Vorwurf müsste sich nun Löw im Falle eines frühen Scheiterns zurecht gefallen lassen.