Monthly Archives: Juni 2010

WM 2010: Niederlande im Viertelfinale gegen Brasilien

Im Viertelfinale der WM 2010 in Südafrika kommt es am 02. Juli zum Aufeinandertreffen der beiden Fußballgroßmächte aus Brasilien und der Niederlande. Nach den bisherigen Eindrücken wird das Duell der Turnierfavoriten eine knappe Angelegenheit.

Mit vier Siegen aus vier Spielen steht die Niederlande im Viertelfinale der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Zugegeben, die bisherigen Gegner waren nicht die eindrucksvollsten Nationen auf der Fußballweltkarte, doch ist das Oranje-Team seit nunmehr 24 Spielen ungeschlagen. Die letzten 12 Pflichtspiele konnten zudem allesamt gewonnen werden.

Niederlande: Offensive mit Robben, van Persie und Sneijder

Prunkstück der Niederlande ist die Offensive, die nur so von Weltstars gespickt ist. Allen voran bestimmen die drei Akteure Arjen Robben (FC Bayern), Robin van Persie (FC Arsenal) und Wesley Sneijder (Inter Mailand) das Geschehen. Verstärkt wird der Angriff weiterhin mit Topspielern, wie Rafael van der Vaart (Real Madrid) oder auch Dirk Kuyt (FC Liverpool). Im zentralen defensiven Mittelfeld steht mit Mark van Bommel der uneingeschränkte Leader auf dem Platz.

Niederlande: Schwachpunkt die Defensive

Muss man bei den Niederländern eine Schwäche benennen, so ist es die Abwehr, die über die Außenverteidigerpositionen am anfälligsten ist. Ebenso macht oftmals die Innenverteidigung mit dem Hamburger Joris Mathijsen nicht immer den sattelfestesten Eindruck.

Bei den Brasilianern läuft es derzeit ähnlich rund. Sowohl den Conderations-Cup, als auch die WM-Qualifikation und die WM-Vorrunde schloss man jeweils als Erster ab. Im Gegensatz zu den Niederländern und vergangenen Zeiten, ist die Abwehr mit den beiden Innenverteidigern Lucio und Juan und den beiden Außen Maicon und Bastos der Garant für den anhaltenden Erfolg. Die offensive Spielausrichtung der früheren Trainer ist dem prakmatischen und effizienten Spielstil Dungas gewichen, der jedoch oftmals zum Unmut der brasilianischen Fans führt und ihrer Ansicht nach mit der brasilianischen Mentalität nicht vereinbar ist.

Brasilien: Steigerung für Titelgewinn

Trotz drei Siegen und einem Unentschieden konnte die „Selecao“ bislang noch nicht vollends überzeugen. Gegen die spielstarken Portugiesen hätte man sich auch nicht bei einer Niederlage beklagen können. Nichtsdestotrotz ist Brasilien auch bei dieser Weltmeisterschaft einer der Kandidaten für den Titelgewinn. Doch muss sich dafür das Offensivspiel, insbesondere das Aufbauspiel noch erheblich steigern.

Schlussendlich wird am Freitag der Knackpunkt zwischen zwei Teams auf gleichem Niveau sein, wie gut sich die niederländische Offensive gegen die bärenstarke Defensive Brasiliens schlägt. Man darf also gespannt sein.

WM 2010 in Südafrika: Die Weltmeisterschaft der Schiedsrichter

Fehlentscheidungen, Kartenflut und eine ungleiche Regelauslegung. Das sind die Vorwürfe, die sich die Schiedsrichter bei der WM 2010 in Südafrika bislang stellen müssen. Die FIFA hingegen ist sehr zufrieden mit der Leistung.

Wenn man sich nach einem Spiel nicht mehr an den Schiedsrichter erinnern kann, so ist dies eines der größten Komplimente, das man dem 23. Mann auf dem Platz machen kann. Denn dann hat er seine Aufgabe mit Bravour erfüllt.

Doch derzeit scheint es für die Schiedsrichter der Weltmeisterschaft sehr schwer zu sein, sich aus den Köpfen der Spieler, Trainer und Fans zu löschen. Der Grund dafür liegt in der überdurchschnittlich hohen Anzahl an Fehlentscheidungen, die die Gemüter bisweilen des Öfteren hochkochen ließen. Als bestes Beispiel dient dabei die rote Karte des Schweizers Behrami im Spiel gegen die Chilenen.

WM 2010: Schiedsrichter am Pranger

Natürlich stehen die Schiedsrichter bei einer Weltmeisterschaft durch die enorme Aufmerksamkeit unter einem erhöhten Druck und auch können selbst erfahrenen Schiedsrichtern Fehler unterlaufen, doch kann man bei einigen Entscheidungen mittlerweile nur noch den Kopf schütteln.

Zudem erlebt der Zuschauer im Stadion und vor dem Fernsehgerät WM-Spiele, in denen der Unparteiische mit gelben Karten nur so um sich wirft und keinen klaren Spielfluss zulässt und durch sein Handeln eher noch die Stimmung aufheizt, was die Spieler natürlich gleich als Anlass nehmen, weitere Karten des Gegners zu provozieren.

Merk: „Das ist Wettbewerbsverzerrung“

Alles in allem lässt sich während der WM bislang keine klare Linie der besten Schiedsrichter der Welt erkennen. Der dreimalige Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk kommentierte gegenüber des Sport-Informations-Dienst (SID) die Schiedsrichterleistung ungewohnt kritisch:  „Das ist Wettbewerbsverzerrung. Die Diskrepanz in der Regelauslegung bei der WM ist gravierend. Und es sind ja keine Einzelfälle. Das wird sich durch das ganze Turnier ziehen“.

FIFA: „Wir sind sehr zufrieden“

Doch will man bei der FIFA von alledem nichts hören. Angesprochen auf die Schiedsrichterleistung gab der Schiedsrichter-Kommissions Chef Jose Maria Garcia-Aranda zu Protokoll, mit der Leistung bislang sehr zufrieden zu sein.

Wohl auch aus dem einfachen Grund, eine erneute Debatte über technische Hilfsmittel im Fußball aus dem Weg zu gehen, welche die konservative FIFA bislang vehement ausgeschlossen hat.

Yossi Benayoun vor Wechsel von Liverpool zu Chelsea London

Offensiv-Allrounder Yossi Benayoun steht vor einem Wechsel vom FC Liverpool zum Ligakonkurrenten Chelsea London zur kommenden Saison. Die Londoner wollen sich  die Dienste des 30-jährigen Israelis für umgerechnet 8 Mio. Euro sichern.

Nach dem Abgang von Rafael Benitez verliert der FC Liverpool wohl einen weiteren wichtigen Bestandteil der Mannschaft. Mit dem Israeli Yossi Benayoun verlässt der Offensiv-Allrounder die „Reds“ Richtung Chelsea London, wo Benayoun wöchentlich mit etwa 85.000 Euro entlohnt werden soll. Da Benayoun noch einen Vertrag bis 2013 besitzt, wird eine Ablöse von umgerechnet 8 Mio. Euro fällig, die für Chelsea jedoch keine Probleme darstellen sollten.

Yossi Benayoun: Chelsea statt Moskau

Noch diese Woche wird Benayoun zur medizinischen Untersuchung in London erwartet. Medienberichten zufolge wird er einen 4-Jahres-Vertrag mit der Option auf ein weiteres Jahr bei den „Blues“ erhalten. Zunächst wurde über ein Wechsel zu ZSKA Moskau spekuliert, den Benayoun jedoch einen Riegel vorschub.

Benayoun gilt in seiner Heimat als der erfolgreichste Fußballer aller Zeiten und genießt Kultstatus. Für den FC Liverpool erzielte er in 132 Spielen 29 Tore und bereitete 18 vor.

FC Bayern München heiss auf französisches Talent Corchia

Der FC Bayern München streckt Medienberichten zufolge seine Fühler nach dem französischen Juwel Sébastien Corchia von Le Mans UC 72 aus. Wie „le10sport“ berichtet, sollen dem deutschen Rekordmeister die Dienste des 19-jährigen Außenverteidigers bis zu fünf Millionen Euro wert sein.

Sébastien Corchia ist, so glaubt man „le10sport“, das Objekt der Begierde beim FC Bayern München. Nach ausführlichen DVD-Analysen des 19-jährigen Außenverteidiger vom französischen Erstligisten Le Mans UC 72, hat Trainer Louis van Gaal dem Transfer sogar oberste Priorität eingeräumt.

Corchia, auch als gefährlicher Freistoßschütze bekannt, ist eine der Neuentdeckungen der abgelaufenen französischen Meisterschaft. Als Pendant zu Philipp Lahm könnte Corchia die defensiven Probleme der Bayern beheben.

Auch Lyon und Marseille mit Interesse an Corchia

Angaben zufolge würden die Bayern bis zu fünf Millionen Euro für das Juwel an Le Mans überweisen. Doch sind die Münchner nicht die einzigen, die um die Dienste Corchia´s buhlen. Sowohl Olympique Lyon als auch der frischgebackenen französische Meister Olympique Marseille sind am defensiven Flügelflitzer interessiert. Da Le Mans den Klassenerhalt am Ende nicht schaffte, erhöht nur noch die Wahrscheinlichkeit auf einen Wechsel.

Wird Eriksson Nachfolger von Benitez beim FC Liverpool?

Nach der Trennung von Rafael Benitez ist der FC Liverpool auf der Suche nach einem neuen Trainer. Mit dem Schwende Sven-Göran Eriksson hat sich nun ein Trainer ins Spiel gebracht, der bereits die englische Nationalmannschaft gecoacht hat. Momentan trainiert Eriksson die Elfenbeinküste.

Nach fünf Jahren gehen Rafael Benitez und der FC Liverpool getrennte Wege. Nachdem der Spanier bereits beim amtierenden Champions League Sieger Inter Mailand unterschrieben hat, suchen die „Reds“ nun fieberhaft einen geeigneten Nachfolger. Jetzt hat sich der frühere englische Teammanager Englands, Sven-Göran Eriksson, Medienberichten zufolge selbst ins Spiel gebracht.

Der Schwede, der neben den „Three lions“ auch Manchester City, Lazio Rom, Benfica Lissabon und eine ganze Reihe weiterer europäischer Spitzenvereine trainierte sagte, dass es ein Traum  für einen jeden Trainer ist, den FC Liverpool coachen zu dürfen. Sein Vater war schon damals glühender Anhänger Liverpools und er sei regelrecht geschockt gewesen, als er von der Entlassung von Benitez hörte.

Chancen für Eriksson eher schlecht

Doch dürften die Chancen Eriksson nicht die Besten sein. In seinen fünfeinhalb Jahren als englischer Nationaltrainer fiel er eher außerhalb des Platzes mit peinlichen Affären als mit rühmlichen Leistungen mit der Mannschaft auf. Bei Manchester City hielt er sogar nur ein Jahr auf der Trainerbank durch, ehe man ihn kurzerhand vor die Tür setzte.